Nanashi Manga

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Geschichten ohne Namen

Nanashi ist das japanische Wort für anonym, namenlos. So kommt auch die Kunst des Mangas, die hier vorgestellt werden soll, häufig ohne Namen und Worte aus.

Manga ist der japanische Begriff für Comics, wird aber außerhalb von Japan meist nur für japanische Comics verwendet, die spezielle Stilelemente beinhalten. Diese finden sich auch in japanischen Animationen wieder, die dann als Anime bezeichnet werden. Mangas sind sehr bildlastig, häufig in schwarz-weiß gehalten und werden nach der traditionellen japanischen Leserichtung von recht nach links und hinten nach vorne gelesen. Die Elemente des Zeichnens lassen sich nach verschiedenen Kriterien untersuchen. So haben viele der Figuren ein westliches Aussehen, obwohl sie für Japaner gezeichnet wurden, um Neutralität, unabhängig von Rasse, Religion etc. darzustellen. Sie haben grundsätzlich sehr große Augen, bunte Haare und vereinfachte Gesichtzüge, die das Kindchenschema aufgreifen. Die großen Augen vermitteln die Gefühle und Persönlichkeiten der Personen. Im Gegensatz dazu werden die Nasen, die keinerlei Emotionen vermitteln, meist nur angedeutet, wie auch der Mund. Teils werden einzelne Körperteile in bestimmten Situationen extra stark hervorgehoben oder Personen werden mit Merkmalen von Tieren, z.B. mit Katzenohren und –schwänzen, dargestellt.

Ein bekannter Regisseur der Animes ist Hayao Miyazaki, der zudem auch Grafiker, Drehbuchautor, Produzent und Zeichner ist. Von ihm stammt z.B. der Film „Das wandelnde Schloss“ von 2004. Es basiert auf dem Kinderbuch „Sophie im Schloss des Zauberers“ von Diana Wynne Jones und erzählt die Erlebnisse von einem jugendlichen Mädchen, das in eine alte Frau verwandelt wird und einen Zauberer kennen lernt. Nicht von ihm, aber ebenfalls bekannt sind die Trickfilmserien Heidi oder Biene Maja aus Japan, die zur Kindheit und zur kulturellen Prägung vieler deutschsprachiger Menschen so sehr dazu gehören, dass sie überrascht sind, dass die Heidi-Serie aus Japan kommt. In dieser hat sie schwarze kurze Haare und große Kulleraugen und war und ist damit bei Jung und Alt beliebt, wie auch andere Animes und Mangas, die anders, besonders, einzigartig und eben japanisch sind.

 

Mangas selbst zeichnen

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Wer Mangas liebt und sich gerne Animes ansieht, möchte sich früher oder später selbst ans Zeichnen herantrauen. Dafür sollte man ein wenig Interesse und Talent fürs Malen mitbringen, da man sonst schnell die Lust daran verliert.
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