Nanashi Manga

Die Geschichte von Nanashi

Schon in frühen Jahren liebte ich das Malen und Zeichnen und schien wohl einiges an Talent mitzubringen. Ich war zwar nicht perfekt, aber gut und so fing ich irgendwann damit an, mich für Mangas und Animes zu interessieren. Am liebsten schaute ich Trickfilme, wie „Mila Superstar“ oder die „Kickers“, ohne damals bereits zu wissen, dass es sich dabei um keine gängigen Zeichentrickfilme handelte. Am liebsten saß ich in der Sonne unter dem Sonnensegel und dachte mir dort eines tages auch mein Pseudonym Nanashi aus. Ich wollte einfach eine besondere Signierung unter meine Zeichnungen setzen und fand den japanischen weiblichen Name, der für die „Namenslose“ steht, am besten. Ich glaube, ich liebe das Malen und Zeichnen von Mangas deshalb so besonders, weil sie zwar dem Kindchenschema entsprechen, aber dennoch Emotionen ausdrücken können. Ich kaufte immer wieder neue Buntstifte und fing an, meine zuerst schwarz-weiß dargestellten Figuren mit Farbe zu versehen, damit sie lebendiger und optisch ansprechender wirkten.

Ich las viele Mangas und schaute Animes, um mich immer wieder inspirieren zu lassen. Mit meinen kleinen Kunstwerken nahm ich als Nanashi mittlerweile auch schon an zahlreichen Manga-Treffen teil. Diese finde ich immer besonders spannend, da viele sich hier selbst als Manga-Held/in verkleiden. Dazu glättet man seine Haare oder setzt bunte Perücken auf und hebt seine Augen stark hervor. Man könnte es fast mit dem Trend Emo vergleichen, da die meist jungen Leute bei diesem auch künstlich, anders, aber dennoch cool und einzigartig, eben wie aus einem Comic entsprungen, wirken. Man kommt miteinander ins Gespräch, schaut sich Zeichnungen und Manga-Filme an und spricht darüber, wie jeder zu seinem Hobby kam. Ich find auf jeden Fall nichts schöner, als mich in der kalten Jahreszeit an den Küchentisch zu setzen, die Jalousie zuzuziehen und dann loszuzeichnen. Das ist die Geschichte von Nanashi, von mir, die dem Manga verfallen ist.